So schreibst Du eine Über mich Seite, die Dir Kunden bringt

Über mich Seite

Egal ob Du Solounternehmer, Dienstleister oder Coach bist, ob Du ganz klassisch Produkte verkaufst oder einen eShop hast, die Über mich Seite (oder Über uns Seite) spielt eine große Rolle, ob sich Deine Webseitenbesucher wohl fühlen und letzendlich, ob sie etwas bei Dir kaufen.

In diesem Blogartikel verrate ich Dir:

  • Warum Du eine Über mich Seite brauchst und weshalb Du Dir unbedingt viel Mühe bei der Erstellung geben solltest
  • Welche Informationen die Seite beinhalten sollte
  • Wie Du deren Aufbau gestaltest
  • Was sie nicht beinhalten sollte

Grob entspricht dieser Aufbau der Empfehlung von chimpify. (lesenswert!) Ich habe ihn jedoch modifiziert und inhaltlich auf meine Bedürfnisse angepasst. Du wirst sehen, in Deiner Über mich Seite steckt auch ein sehr großer Teil Strategie und Verkaufspsychologie.

 

Die Ziele Deiner Über mich Seite

Die Über mich (oder Über uns) Seite ist bei den meisten Webseiten und Blogs die Seite, die am häufigsten angeklickt wird. Dort will der Besucher mehr über Dich erfahren und herausfinden, wie Du ihm am besten helfen kannst. Dort findet der erste „persönliche“ Kontakt zu Dir statt.

Die Seite ist deshalb wie dafür geschaffen, zwei Ziele zu verfolgen:

1. Vertrauen zu Deinem Besucher aufzubauen und ihn davon zu überzeugen, dass Du die richtige Person bist, die seine Probleme lösen und Wünsche erfüllen wirst.
2. Unser Haupziel zu erreichen, wie z.B. eine Newsletteranmeldung oder eine Terminanfrage.

 

Der Inhalt Deiner Über mich Seite

Du hast es vielleicht schon geahnt: Dein Besucher klickt die Über mich Seite nicht, weil Du ihn wirklich interessierst. Wir Menschen sind egoistische Wesen.

Ihn interessiert ganz und allein nur, was Du für ihn tun kannst.

Was hat er davon, wenn er mit Dir arbeitet oder Deine Blogartikel liest?

Deshalb musst Du ihn auf Deiner Über mich Seite davon überzeugen, dass Du auch wirklich die richtige Person für ihn bist:

  • Du bist der Experte auf dem Gebiet, über welches er sich informieren möchte oder auf dem er Hilfe benötigt.
  • Du bist der Freund, mit dem er sich verbunden fühlt, weil Du vielleicht schon einen Teil seines Weges gegangen bist, weil Du eine Geschichte erzählst, die ihn berührt, die ihn anspricht oder die ihm Mut macht.

Wir sprechen also über Emotionen!

Dabei sind 3 Dinge wichtig:
1. Du bleibst authentisch und ehrlich
Erzähle keine Geschichte, die nicht 100% der Wahrheit entsprecht, nur weil Du vielleicht denkst, es könnte passen. In Zeiten von Social Media kommt sowas immer raus…

2. Du betonst Deine Besonderheiten
Was unterscheidet Dich von Deinem Wettbewerb? Was macht Dich einzigartig? Welche Schwäche kannst Du als Stärke darstellen? Erarbeite Deinen USP und Deinen Elevator Pitch und bringe beides in Deine Über mich Seite ein. Überlege Dir auch nochmal genau, was Du Deiner idealen Zielperson bieten kannst.

3. Du bleibst relevant
Berichte keine Banalitäten. Teile nur Gegebenheiten mit, die Deine Zielgruppe auch wirklich unmittelbar interessiert. Ein Tier-Coach, „der Tiere mag“ reisst keinen vom Hocker. Erzähle vielmehr, was Dich persönlich so an Tieren fasziniert oder wie Du zum ersten Mal Deine Berufung zum Tier-Coach gespürt hast.

 

Ueber mich Seite

 

Der Aufbau Deiner Über mich Seite: 3 Abschnitte, die Deinen Besucher zum Kunden machen

Ich zeige Dir nun eine Möglichkeit, wie Du Deine Über mich Seite in drei Abschnitten so aufbauen kannst, dass Dein Besucher Deiner Handlungsaufforderung auch wirklich nachkommt.

Deine Über mich Seite, die Dir Kunden bringt, besteht aus:

  • einer aktivierenden Überschrift
  • 3 unterschiedlichen Abschnitten
  • einer oder mehreren Handlungsaufforderungen/Call-to-Actions (CTA), z.B. Eintrag in Deine Email-Liste, Terminanfrage etc.

Sie sollte außerdem ein möglichst natürliches, authentisches und sympathisches Foto von Dir enthalten.

Die Seite darf durchaus etwas umfangreicher sein. 800 – 1.200 Wörter sind ein ungefährer Maßstab. Abweichungen nach oben oder unten sind möglich.

 

Die Überschrift

„Über mich“ sollte nicht die Überschrift sein, denn die sagt nicht wirklich was aus. Nutze einen knackigen und kurzen Satz der Folgendes zusammenfasst:

  • Wer und wie bist Du?
  • Was kann Dein Besucher von Dir erwarten?

 

1. Abschnitt: Die Einleitung – Elevator Pitch und Vorteilskommunikation

Der erste Abschnitt soll beim Leser die Frage beantworten: „Welchen Vorteil habe ich davon? (dieses Angebot zu nutzen/diesen Blog zu lesen)

Bereits Dein erster Satz muss hier so ansprechend sein, dass der Leser denkt: „Ja, genau das suche ich!“ Beantworte hier kurz und knapp die Frage: Wem hilfst Du womit, was zu tun? Nimm hierfür Deinen Elevator-Pitch als Grundlage und schmücke ihn mit emotionalen Aussagen.

Im restlichen Abschnitt überzeugst Du den Leser davon, dass Du seine Probleme kennst und lösen kannst, bzw. seine Wünsche kennst und erfüllen kannst.

Das Ganze kurz und knapp, am besten in Aufzählungspunkten.

  • Warum bist gerade Du der richtige Ansprechpartner?
  • Welche Probleme löst Du im Einzelnen und wie?
  • Wie genau sieht das Ergebnis aus, das Dein Kunde erwarten kann?
  • Was sind Vorteile bei Dir, die andere nicht bieten?
  • Allgemein: Warum und wie machst Du das Leben Deines Lesers einfacher?

Erster Call-to-Action:
Manchen Lesern reicht dieser eine Abschnitt schon, um sich von Dir überzeugen zu lassen. Wenn Du möchtest kannst Du hier schon den ersten Call-to-Action einbauen, also z.B. eine Handlungsaufforderung zur Newsletter-Anmeldung oder zur Termin-Anfrage.

 

2. Abschnitt: Deine Referenzen – Zeige, was Du schon für Andere getan hast

Nachdem Du dem Leser im ersten Abschnitt gesagt hast, wie er von Deinem Angebot oder Deinem Blog profitieren kann, zeigst Du ihm im zweiten Abschnitt: „Schau her, wie sehr Andere wie Du von meiner Arbeit begeistert sind!“

Bitte Kunden von Dir 2-5 Sätze zu Dir als Person und zu Deiner Arbeit bzw. zu Deinen Produkten zu schicken und binde diese hier ein. Auch hier gilt: Nutze nur echte Referenzen von echten Kunden.

Wenn Du noch keine Kunden hast, kannst Du z.B. auch Zitate von bekannten Personen verwenden, die Dir als Leitsatz dienen oder Deine eigene Philosophie unterstützen. Oder Du fragst andere Influencer oder Blogger in Deiner Nische, ob sie ein paar Sätze zu Dir sagen würden. Alternativ kannst Du auch Gastartikel von Dir verlinken.

Der Leser soll im zweiten Abschnitt erkennen, warum er ausgerechnet Dir zuhören sollte.

Zweiter Call-to-Action:
Auch am Ende des zweiten Abschnitts kannst Du eine Handlungsaufforderung platzieren, die aber in der Formulierung etwas anders sein sollte, als die Erste.

Wenn das jetzt noch immer nicht ausreicht, um Deinen Leser zur Handlung zu bewegen, hast Du jetzt die Möglichkeit, mit Deiner persönlichen Geschichte, den Leser auf der emotionalen Ebene zu erreichen:

 

3. Abschnitt: Deine Geschichte – Was hat Dich zu der Person gemacht, die Du heute bist

Hier kannst Du jetzt über Dich schreiben. Bleibe aber relevant und bleibe bei Themen, die Bezug zu Deiner Nische und Deiner Zielgruppe haben. Dein reiner Lebenslauf interessiert an dieser Stelle keinen.

  • Welche Erfahrungen hast Du gemacht?
  • Was hat Dich geprägt?
  • Hast Du schon sehr früh gemerkt, dass Dein Thema Dir was bedeutet? Woran und wie?
  • Gibt es eine Geschichte, mit der sich Dein Leser identifizieren kann, die ihm vielleicht Mut macht?
  • Hast Du Ansichten oder Weltanschauungen, die Du mit Deinem Leser teilen möchtest?

Hole aber nicht allzu weit aus. Bedenke: Das eigentliche Ziel der Seite ist, den Leser zur gewünschten Handlung zu bewegen (Newsletteranmeldung oder Terminanfrage).
Wenn Du merkst, dass Du sehr viel mehr zu sagen hast, mach das lieber in einem ausführlichen Blogartikel und verlinke diesen an dieser Stelle.

Nachdem Du also Deinen Leser in den beiden vorherigen Abschnitten fachlich überzeugt hast, stellst Du in diesem Abschnitt die emotionale Verbindung her. Nach dem Experten hat er also jetzt noch einen Freund und Seelenverwandten gefunden.

Eine perfekte Win-win-Situation: Ihr passt zueinander! 🙂

Jetzt ist es Zeit, den Leser final „abzuholen“ und von Deinem Angebot zu überzeugen:

Der finale Call-to-Action
Nach dem dritten Abschnitt platzierst Du die letzte Handlungsaufforderung. Fasse nochmal kurz und knapp die Vorteile der Arbeit mit Dir bzw. die Vorteile Deines Blogs oder Deiner Produkte zusammen und sag Deinem Leser genau, was er jetzt tun soll:

  • „Melde Dich hier zu meinem Newsletter an.“
  • „Vereinbare jetzt einen Termin mit mir.“

 

Dies ist ein idealtypischer Aufbau einer Über mich Seite. Der Aufbau ist aber selbstverständlich nicht zwingend so vorgegeben, es handelt sich lediglich um eine Empfehlung. Meine eigene Über mich Seite ist etwas anders aufgebaut. Du bist durchaus frei in der Reihenfolge der Abschnitte, solltest aber darauf achten, dass Deine Seite alle drei Komponenten, Einleitung mit USP, Referenzen und eigene Geschichte, enthält.

Die drei Handlungsaufforderungen sind auch nicht Jedermanns Sache. Wenn Du Dich damit unwohl fühlst und nicht „nerven“ willst, dann beschränke Dich auf einen Call-to-Action am Ende der Seite.

 

Zusammenfassung

  • Deine Über mich Seite ist die wichtigste Seite auf Deiner Webseite.
  • Nimm Dir viel Zeit bei der Erstellung.
  • Die Ziele der Seite sind Vertrauen zum Leser aufzubauen und unser Hauptziel zu erreichen (Newsletteranmeldung, Terminanfrage).
  • Sei authentisch, betone Dein Alleinstellungsmerkmal und bleibe relevant.
  • Zeige, dass Du Experte und Freund bist.
  • Der optimale Aufbau der Seite sieht folgendermaßen aus:
    • Aktivierende Überschrift
    • 1. Abschnitt: Einleitung mit USP/Elevator Pitch + CTA
    • 2. Abschnitt: Referenzen + CTA
    • 3. Abschnitt: Deine Geschichte
    • finaler CTA

Jetzt bin ich aber neugierig: Hast Du bei der Erstellung Deiner Über mich Seite vorher strategische Überlegungen angestellt oder einfach nur irgendwas geschrieben? Wie sieht Deine Über mich Seite aus? Verlinke sie doch mal hier in den Kommentaren.

 

Foto: M. Ballbach

 

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